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SpaceX startet 24 Starlink-Satelliten: So erkennst du sie neben der ISS

SpaceX startet 24 Starlink-Satelliten: So erkennst du sie neben der ISS

Veröffentlicht am 2026-07-25 · Vom ISS-Tracker-Team

Wenn du am Nachthimmel regelmäßig nach der leuchtenden Silhouette der Internationalen Raumstation Ausschau hältst, bieten dir die kommenden Stunden eine hervorragende Gelegenheit zu verstehen, was sich über unseren Köpfen wirklich abspielt. Der Start einer neuen Ladung Starlink-Satelliten von der kalifornischen Küste bringt nicht nur weitere Lichtpunkte an das Himmelszelt, sondern verändert auch die Logistik im erdnahen Orbit, wo unser liebstes Weltraumlabor seine Kreise zieht.

Was passiert ist

Eine Falcon-9-Rakete von SpaceX ist von der Vandenberg Space Force Base an der südkalifornischen Küste mit 24 Satelliten für die Starlink-Megakonstellation an Bord gestartet. Wie das Fachmedium Spaceflight Now berichtet, war der Start für 8:51 Uhr morgens pazifischer Ortszeit (15:51 UTC) angesetzt – ein Zeitpunkt, der den Beginn eines neuen Manövers zum Einschuss in die Umlaufbahn an der US-Westküste markiert.

Im Gegensatz zu den Missionen, die wir üblicherweise von Cape Canaveral oder dem Kennedy Space Center in Florida aus beobachten, nutzen Starts von Vandenberg aus einen sehr spezifischen Flugkorridor nach Süden über das offene Meer des Pazifischen Ozeans. Diese Flugbahn ist unverzichtbar, um die Nutzlasten in polare oder hochgradig geneigte Umlaufbahnen zu befördern, ohne bewohnte Gebiete während der Aufstiegsphase zu gefährden.

Der operative Ablauf folgte dem standardisierten Verfahren des Unternehmens: Nach der Stufentrennung absolvierte der Booster einen kontrollierten Wiedereintritt in die Atmosphäre, um vertikal auf einer autonomen Hochsee-Plattform im Ozean zu landen. Währenddessen brachte die zweite Stufe die 24 Satelliten in einen vorläufigen niedrigen Orbit, von dem aus sie mithilfe ihrer eigenen Ionentriebwerke schrittweise auf ihre Einsatzhöhe steigen werden.

Warum das wichtig ist

Um zu verstehen, was im erdnahen Weltraum geschieht, lohnt ein Blick auf die Höhenprofile. Die Internationale Raumstation zieht derzeit in einer mittleren Höhe von 439 km ihre Bahnen – mit einer schwindelerregenden Geschwindigkeit von 27.528 km/h, wie die Echtzeitdaten auf unserer Plattform zeigen. An Bord lebt und arbeitet eine internationale Besatzung, die wissenschaftliche Experimente durchführt und den Verkehr der Versorgungsraumschiffe koordiniert.

Das vollständige Profil und die Aufgaben aller Astronauten kannst du in unserem Bereich zur aktuellen ISS-Besatzung einsehen. Das Miteinander im niedrigen Erdorbit verlangt mittlerweile absolute Präzision. Wenn SpaceX Starlink-Satelliten von Vandenberg in stark geneigte Umlaufbahnen befördert, überqueren diese Objekte sehr weit nördliche und südliche Breitengrade. So entsteht ein Netz, das die Flugbahnen anderer Bahnobjekte – einschließlich der Raumstation selbst – im Raum kreuzt.

Die 24 neuen Satelliten werden zunächst in einer vorläufigen Umlaufbahn unterhalb der Flughöhe der ISS ausgesetzt. Von dort aus führen die Ingenieure im Kontrollzentrum Systemüberprüfungen durch, bevor der Befehl zum Aufstieg auf 550 Kilometer Höhe erteilt wird. Auf dieser endgültigen Betriebshöhe stellen sie Hochgeschwindigkeitsinternet für abgelegene Regionen, Seewege und schwer zugängliche Gebiete an Land bereit. Dieser ständige Verkehr zwingt die Raumfahrtagenturen zu lückenloser Wachsamkeit, um sicherzustellen, dass die Bahn der ISS frei von Weltraumschrott oder manövrierenden Satelliten bleibt.

Was du am Himmel sehen kannst

Für Beobachter mit bloßem Auge erzeugt ein solcher Start eines der faszinierendsten und zugleich am häufigsten missverstandenen Phänomene der modernen Himmelsbeobachtung: den „Satellitenzug“. In den ersten Stunden und Tagen nach dem Aussetzen aus der Rakete ziehen die 24 Satelliten dicht aneinandergereiht in einer geraden Linie über den Himmel und reflektieren kurz vor Sonnenaufgang oder direkt nach Sonnenuntergang das Sonnenlicht.

Wenn du zum Nachthimmel aufblickst und eine Kette leuchtender Punkte siehst, die synchron vorüberzieht, siehst du weder die ISS noch ein ungewöhnliches Naturphänomen – es ist die frisch gestartete Starlink-Gruppe. Im Laufe der Tage trennen sich die Satelliten voneinander, während sie ihre Ionentriebwerke zünden, ihre Solarpaneele voll entfalten und an Höhe gewinnen; damit werden sie für das bloße Auge nach und nach deutlich unauffälliger.

Die Internationale Raumstation hingegen zeigt ein völlig anderes und ungleich imposanteres Erscheinungsbild. Die ISS tritt niemals in Formation oder als Lichterkette auf: Sie zeigt sich als einzelner, strahlend weißer Lichtpunkt, heller als jeder Stern oder Planet, der gleichmäßig, lautlos und ohne jedes Blinken von einem Horizont zum anderen zieht.

Wenn du lernen möchtest, diese Objekte sicher zu unterscheiden und wissen willst, welche Wetterbedingungen optimal sind, empfehlen wir dir unseren Leitfaden zur ISS-Beobachtung am Himmel. Der Schlüssel, um einen Überflug des orbitalen Labors nicht mit einem neu gestarteten Starlink-Zug zu verwechseln, liegt im Abgleich der genauen Überflugzeiten. Wann die Raumstation das nächste Mal direkt über deinen Standort zieht, erfährst du mit unserem Tool für ISS-Überflugzeiten.

Über unseren Köpfen herrscht so viel Betrieb wie nie zuvor. Bevor du heute Abend nach draußen gehst, um den Sternenhimmel zu bewundern, wirf einen Blick auf unseren ISS-Echtzeit-Tracker, um die genaue Position der Raumstation zu prüfen und deine Himmelsbeobachtung bestens vorbereitet zu genießen.